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Küchenfronten - die Qual der Wahl

Von Echtholz-, über Acryl- bis zu profimäßigen Edelstahlfronten

Küchenfronten

Die Optik der Küche ist, neben der Funktionalität, eine der wichtigsten Punkte bei der Küchenplanung. Die Auswahl der Küchenfronten ist sicherlich eine absolute Geschmackssache. Trotzdem gibt es bezüglich Funktionalität, Optik und Langlebigkeit einige Kriterien, die beachtet werden sollten. So kann auch die Auswahl ein wenig vereinfacht werden.


Kunststofffronten

Kunststofffronten sind echte Klassiker unter den Küchenfronten, da sie sowohl bei kostengünstigen als auch bei hochpreisigen Küchen zum Einsatz kommen. Generell wird zwischen drei verschiedenen Typen unterschieden: Folienfronten, Melaminharzfronten und Schichtstofffronten. Folienfronten finden besonders bei kostengünstigen Einstiegsmodellen ihre Verwendung. Hierfür wird eine Folie auf eine MDF (mitteldichte Fasern) - oder HPL (High Pressure Laminate)-Platte gezogen. Die Folien sind preisgünstig und bieten eine große Auswahl an Farben und Mustern. Allerdings sind sie nicht allzu beständig gegenüber Kratzern und Hitze. Zudem können sich Folien von der Trägerplatte lösen, z.B. wenn Feuchtigkeit zwischen beide Schichten gelangt.

Melaminharz- und Schichtstofffronten sind dagegen widerstandsfähiger. Bei diesen Varianten werden harzgetränkte Dekorpapiere unter Hitze auf die Trägerplatte gepresst. Wie der Name schon verrät, werden bei Schichtstofffronten mehrere Dekorpapierschichten verpresst, weshalb diese Kunststofffronten am hochwertigsten sind. Bei diesem Verfahren besteht auch die Möglichkeit einer fugenlosen Verformung der Kanten. Dies verhindert, dass Feuchtigkeit in die Fugen gelangen kann. Sowohl bei Melaminharz- als auch bei Schichtstofffronten bildet eine Dekorschicht den sichtbaren Abschluss der Front. Diese ist in vielen Farben und Mustern erhältlich.


Lackfronten

Lackfronten – als hochglänzende oder matte Ausführung erhältlich – erfreuen sich besonders in schlichten und modernen Küchen großer Beliebtheit. Hier können die glänzenden Flächen besonders gut wirken und werden oft mit grifflosen Schränken kombiniert. Für die Lackfronten werden beschichtete Trägerplatten mehrmals grundiert, final mit einem Acryllack gegossen und UV-gehärtet. Anschließendes Polieren bzw. Schleifen lässt den Lack hochglänzend oder matt erscheinen. Die Oberfläche ist absolut porenfrei und bietet eine große Auswahl an Farben. Dabei ist sie leicht zu reinigen und unempfindlich gegenüber Reinigungsmitteln. Allerdings sind gerade bei Hochglanzoberflächen Fingerabdrücke leicht sichtbar. Hinsichtlich der Kratzfestigkeit können besonders hochwertige Lacke sogar mit Autolacken mithalten.


Echtholzfronten vs. Vollholz

Im Vergleich zu den anderen Küchenfronten sind Echtholzfronten Natur pur. Der natürliche Rohstoff kann dabei sehr individuell bearbeitet werden und überzeugt mit seiner angenehmen Haptik. Wer seine Front komplett aus Holz möchte, sollte beim Kauf darauf achten, dass es sich dabei nicht um Furnierfronten handelt, sondern um Vollholz. Bei Echtholzfronten wird ca. 1mm starkes Furnierholz auf eine Span- oder MDF-Platte geklebt. Die Oberfläche wird anschließend mit einem DD Lack, einer schützenden nicht sichtbaren Lackschicht, versiegelt. Vollholz- oder Massivholzfronten bestehen hingegen komplett aus solidem Holz. Im Gegensatz zu den porenfreien Lack- oder Edelstahlfronten sollten Holzfronten nur mit schonenden Reinigungsmitteln behandelt werden, um Beschädigungen und Farbveränderungen zu vermeiden. Wir empfehlen die Holzfronten zu lackieren oder einzuölen, um das Holz zu pflegen und zu schützen. In jedem Fall ist jede Echtholzküche ein Unikat. Achtung: Starke UV Einstrahlung kann das Farbbild des Holzes leicht verändern.


Glas- und Acrylfronten

Transparente oder semitransparente Glasfronten sind besonders bei Hängeschränken beliebt und ein echter Hingucker. Sie können rückseitig lackiert, bedruckt oder mit einem Sperrgrund versehen werden. Für Unterschränke, in denen der Inhalt nicht zur Schau gestellt werden soll, werden die Glasplatten auf eine Trägerplatte geklebt. Die Seiten werden umlaufend mit einer Kante aus Acryl geschützt. Zudem ist auch eine Kombination aus Metall und Glas möglich. Die Fronten sind allerdings recht schwer und auf Grund der verarbeiteten Materialien eher im oberen Preissegment einzuordnen. Fingerabdrücke sind recht schnell sichtbar, jedoch sind Glasfronten besonders robust, hygienisch und kratzunempfindlich. Durch das schlichte Design lassen sich Glaselemente auch gut mit anderen Fronten kombinieren.

Eine Alternative zu Glasfronten sind die leichteren und kostengünstigeren Acrylfronten. Auch hier wird die mehrschichtige Acrylplatte auf eine Trägerplatte geklebt. Sie ist nicht so robust wie Glas, allerdings lassen sich leichte Kratzer aus den Platten polieren. Sie sind ebenfalls sehr hygienisch und pflegeleicht.


Edelstahlfronten

Edelstahlfronten verbindet man meist mit Profiküchen, für die sie perfekt geeignet sind. Vereinzelt finden sie nun auch in privaten Haushalten immer mehr Anklang. Edelstahlplatten können auf zwei verschiedene Arten gefertigt werden, wobei die massive Variante, die bessere ist. Dabei wird ein bis zwei Millimeter starkes Edelstahlblech verwendet. Bei der zweiten Variante gibt es ein Trägermaterial, auf das dünne Edelstahlfolien aufgezogen werden. Edelstahlfronten sind absolut robust, pflegeleicht und hygienisch. Das langlebige Material ist lediglich gegenüber Kratzern etwas empfindlich. Auch Wasserflecken und Fingerabdrücke sind hier schneller sichtbar. Vorteil des schlichten Designs ist die gute Kombinationsmöglichkeit mit anderen Materialien. Gerade in robusten Altbauten wird Edelstahl zum echten Hingucker.


Küchenfronten

Alles im Griff - oder auch nicht?

Die Optik der Küchenfronten wird auch durch die Auswahl des Bedienelementes beeinflusst. Traditionelle Küchen sind nach wie vor mit Griffen ausgestattet, während puristischere Modelle grifflose Fronten besitzen. Gerade Lack- oder Glasfronten leben von der glatten Oberfläche, die von Griffen vermeintlich unterbrochen wird. Wer sich für eine grifflose Front entscheidet, muss sich mit den entsprechenden Küchenbeschlägen beschäftigen. So genannte „Push to open“ Systeme ermöglichen durch leichtes Tippen auf die Oberfläche, dass sich die Tür bzw. das Schubfach öffnet. Durch leichtes Andrücken lassen sich Türen auch wieder schließen, während Schubfächer zusätzlich mit einem automatischen Einzug ausgestattet werden können.

Wer sich für eine Küche mit Griffen entscheidet, kann seine Küche noch individueller gestalten. Ob schlichte, zurückhaltende Griffe oder extravagante Modelle – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Zudem haben Griffe den Vorteil, dass die Oberflächen geschont werden, weil sie beim Bedienen nicht berührt werden müssen. Vor dem Kauf bietet es sich an, die Griffe auch auf Ihre Gebräuchlichkeit zu erproben und die Haptik in der Ausstellung eines KüchenTreff Studios in eurer Nähe zu testen.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, welche Fronten für eure Küche am besten sind, könnt ihr euch gerne vor dem Kauf unverbindlich bei uns beraten lassen.

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